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...hier gehen die Uhren noch etwas anders!


Auf halbem Wege zwischen Lamspringe und Rhüden liegt ganz von Wald umgeben an der L 466 der kleine Ort Glashütte. Er befindet sich am Tal des Schlörbachs innerhalb des weitläufigen Gebietes der Klosterforst Westerhof und gehört zur politischen Gemeinde Flecken Lamspringe. Das Kloster Lamspringe gründete 1791 eine Glashütte, die später der Siedlung den Namen gab. Die ausgedehnten Hochwälder und der für die Glasschmelze geeignete weiße Sand im benachbarten Bornhausen mögen Anlass zur Gründung einer Glashütte gewesen sein. Die Generationen der Familie Stender als Hüttenbesitzer machten den Betrieb dank der Fachkenntnisse und Geschäftstüchtigkeit zu einem blühenden Unternehmen. Wegen der hochwertigen Qualität der Glaswaren, waren die Stenderschen Produkte nicht nur in Deutschland und Europa, sondern auch in Übersee begehrt. 1883 ließ der Hüttenbesitzer um den Hüttenplatz 13 Wohnhäuser mit 27 Wohnungen für seine 80 Mitarbeiter bauen. 1914 musste der Hüttenbetrieb schließen. Alle Arbeiter dieser einst so blühenden Glashütte verloren ihren Arbeitsplatz.

Eine Schule wurde in Glashütte im Jahre 1910 gebaut. Davor besuchten die Kinder die Schule in Lamspringe und mussten täglich den weiten Schulweg zu Fuß zurück legen. Mit der Konzentration des Schulwesens wurde 1960 die einklassige Schule in Glashütte geschlossen. Heute werden die Schüler mit einem Schulbus nach Lamspringe gefahren, wo sie die Grund-, Haupt- und Realschule besuchen können. Weiterführende Schulen befinden sich in benachbarten Orten wie Alfeld, Bad Gandersheim und Hildesheim. Auch die ganz Kleinen müssen ihre Vorschulzeit in den Kindergärten "Arche Noah" und "St. Oliver" in Lamspringe beginnen. Der idyllisch gelegene Ort Glashütte hat nur wenig von seinem ursprünglichen Gesicht verloren. Das frühere Werksgebäude, das Herrenhaus und die Fachwerkhäuser erinnern noch an eine einst blühende Industriestätte. Die ehemaligen Werkswohnungen sind Eigentum der Bewohner geworden. Grund und Boden sind aber nach wie vor Eigentum der Klosterkammer Hannover.

Mit dem Bau der Wasserleitung 1969/70 und der Kanalisation konnten auch die hygienischen Voraussetzungen den modernen Erfordernissen angepasst werden. Einige Häuser wurden den heutigen Ansprüchen gemäß zu Ferienwohnungen ausgebaut, ohne den Charakter der Siedlung zu verändern. Wer die Natur und die Ruhe mag, ist hier bestens aufgehoben. Zahlreiche Wanderer aus der näheren und weiteren Umgebung machen hier Rast. Glashütte zählt heute rund 73 Einwohner [Stand vom September 2017]


Am Ortseingang kann man auf  der großen Wegweisertafel sehen, wieviele Wanderwege es rund um Glashütte gibt.

Geräucherte Forellen und Aale sind ca. 250 m weiter in Richtung Rhüden,    mitten im Wald an einem Fischteich ganz frisch zu kaufen.



Es ist schön, dort zu wohnen, wo andere Urlaub machen und ich sag immer wieder:     




                                                                       Ihre Beatrix Göbel







Ich möchte auch an dieser Stelle auf den in Glashütte in diesem Jahr neu gegründeten Bürgerverein Glashütter Waldkate e.V. hinweisen.



 

                                                                   

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